Definition
Schwindel ist ein Bewegungsgefühl des Körpers oder des umgebenden Raums in Abwesenheit von wirklicher Bewegung. Diese unangenehme und illusorische Empfindung ist auf einen Konflikt zwischen Informationen, die von den peripheren Rezeptoren kommen, oder auf eine zentrale (Gehirn-)Fehlinterpretation zurückzuführen.

Symptome
Was diese Pathologie charakterisiert, ist das Gefühl, sich in Bezug auf die Umwelt zu bewegen oder umgekehrt. Dieses Gefühl verschlechtert sich bei Kopfbewegungen oder nachdem der Kopf für längere Zeit in einer gleichen Position gehalten wird. Schwindel kann von Nacken- und Kopfschmerzen begleitet werden.

Was den zervikalen Schwindel vom Gleichgewichtsschwindel unterscheidet, ist, dass der Gleichgewichtsschwindel einige Sekunden bis höchstens einige Minuten dauert, während der zervikale Schwindel bis zu Stunden anhalten kann.

Ursachen
Zervikaler Schwindel wird meist auf eine gestörte Propriozeption der Nackenmuskelspindeln und eine Gefäßkompression zurückgeführt. Die Ursachen für den zervikalen Schwindel können durch Arthrose, Schleudertrauma und Operationen ausgelöst werden. In diesen Fällen können die Halsarterien komprimiert werden, was zu Sauerstoffmangel im Schädel führt und damit das Auftreten von Schwindelgefühlen begünstigt. Es ist auch möglich, dass eine Funktionsstörung der Mechanorezeptoren (Reizrezeptoren) und Nozizeptoren des Zervikaltraktes die Informationen über die motorische Kontrolle des Körpers verändern und dadurch das Auftreten von Schwindelgefühl hervorrufen kann.