Definition
Tendopathie ist der medizinische Fachbegriff für jedes Leiden einer Sehne. Es handelt sich um eine abnorme Heilungsreaktion der Sehne aufgrund einer Überlastung, die zu einer zufälligen Proliferation (Vermehrung) von Tenozyten (Zellen, aus denen die Sehnen bestehen), zur Unterbrechung der Kollagenfasern und daher zur Degeneration der Sehne selbst führt. Dieser Ablauf ist irreversibel, wenn er nicht im Anfangsstadium behandelt wird.

Die häufigsten Sehnenerkrankungen sind:

  • Epicondylitis
  • Medial epicondylitis
  • Patellasehnenentzündung
  • Achillessehnenentzündung oder Achillessehnen-Tendinitis
  • Rotatorenmanschettenruptur

Symptome
Das häufigste Syntom ist ein beschränkter Schmerz der betroffenen Sehne. Bei stechenden Sehnenentzündungen ist der Schmerz meist zu Beginn einer Aktivität vorhanden, er verschwindet während der Aktivität selbst und erscheint wieder, wenn die Sehne abkühlt (beim Sport sind die Schmerzen zu Beginn des Aufwärmens deutlich spürbar und verschwinden dann am Ende der Sitzung wieder). In den darauffolgenden Phasen, ist der Schmerz desto größer je intensiver die Aktivität ist. Normalerweise kann der Patient den Schmerz ganz klar lokalisieren: dieser wird im Anfangsstadium als „stechend“ und nach einigen Wochen als „dumpf“ beschrieben und ist oft mit Gelenksteifheit verbunden.

Ursachen
Die Ursache einer Tendinopathie liegt oft in einer chronischen Überlastung der Sehnen, die hauptsächlich auf im Laufe der Zeit wiederholten Mikrotraumen sowie auf eine verlängerte Entlastung zurückzuführen ist.

Einige Risikofaktoren können das Auftreten der Sehnenentzündung beeinflussen, darunter findet man Funktionsüberlastung, Erhöhung der Trainingsfrequenz und –intensität (Übertraining), ungeeignete Schuhe, Ungleichgewicht zwischen Muskelkraft und Sehnenresistenz, eine zu frühe Aufnahme des Trainings nach einer Verletzung oder Ruhezeit, lokale Injektionen von Kortikosteroiden, falsche technische Ausführung von Übungen oder die Einnahme von Antibiotika.