Definition
Eine Knieendoprothese ist der teilweise oder vollständige Ersatz des Gelenks zwischen Schienbein und Oberschenkelknochen. Für den femoralen Teil werden in der Regel Chrom- und Kobaltmetalllegierungen oder Titan verwendet, während für den tibialen Teil Polyethylen eingesetzt wird.

Symptome
Die Indikation für eine Knieprothese ist meistens bei Patienten mit persistenten Schmerzen, welche sich weder durch Physiotherapie noch durch therapeutische Übungen bessern, gegeben. In diesem Fall verursacht die Arthrose (oder eine andere Pathologie, welche das Gelenk betrifft) vor allem Schmerzen bei Bewegung und unter Belastung. Allerdings können auch konstante Ruheschmerzen auftreten. Außerdem kann eine Steifigkeit des Kniegelenkes vorhanden sein, welche vor allem morgens oder nach längerem Verweilen in derselben Position auftritt. Dadurch werden die Aktivitäten des täglichen Lebens wie ins Auto ein- oder aussteigen, sich im Bett umdrehen oder aufstehen, Treppen steigen und gehen erschwert.

Ursachen
Die Knieendoprothese betrifft Patienten, die an einer fortgeschrittenen Kniearthrose leiden, bei der die Krankheit Schmerzen und schwere funktionelle Einschränkungen verursacht. Bei jüngeren Patienten, die eine schwere Gelenksverletzung erlitten haben, wird sie selten angewendet.

Je nach Grad der Gewebeschädigung wird zwischen einer Totalendoprothese (drei Komponenten), einer Teilendoprothese (Schienbeinplatte und Oberschenkelknochen, oder nur ein Knochenkopf) gewählt. Je nach Qualität des Knochens wird man sich entscheiden, die synthetischen Materialen mit Zement (ermöglicht eine sofortige Belastung) oder ohne Zement zu verkleben.