Rückenschmerzen sind weit verbreitet und betreffen zirka 80 % der Bevölkerung mindestens einmal im Leben. Wenn auch Du an Rückenschmerzen leidest oder in Vergangenheit daran gelitten hast – keine Panik, denn Du bist damit nicht allein!
Vielleicht hast du die Schmerzen auf unterschiedliche Art und Weise gespürt: stechende Schmerzen mit Blockierung des unteren Rückens, ein langsam auftretendes muskuläres Verspannungsgefühl oder Schmerzen, die in das Bein ausstrahlen.
Rückenschmerzen sind unangenehm und schränken uns in den täglichen Aktivitäten ein.
In den meisten Fällen sind die Rückenschmerzen muskulärer Natur, weniger häufig hängen sie mit ernsteren Zuständen zusammen. Es muss allerdings gesagt werden, dass die Gründe für Rückenschmerzen in vielen Fällen unklar sind. Deshalb ist eine genaue Bewertung durch einen Experten unerlässlich, damit ein geeignetes individuelles Rehabilitationsprogramm erstellt werden kann. Wir können Rückenschmerzen in zwei große Kategorien einteilen: akute und chronische Rückenschmerzen. Akute Rückenschmerzen sind häufig und hören meist nach wenigen Tagen oder Wochen auf. Sie sind nichts anderes als ein Alarmsystem oder eine Abwehrreaktion unseres Körpers. Chronische Rückenschmerzen dagegen können für lange Zeit anhalten, weitere Symptome wie Steifigkeit kommen oft dazu. Die Tatsache, dass Rückenschmerzen für längere Zeit anhalten, kann durch physische, kognitive und soziale Risikofaktoren begünstigt werden. Deshalb ist eine individuelle Bewertung notwendig, die es ermöglicht ursächliche Faktoren und mögliche Risikofaktoren zu verstehen.
Eine sitzende Lebensweise, Übergewicht, Rauchen, Stress, Depressionen, Schlafmangel, berufliche Unzufriedenheit und andere Zustände können die Problematik negativ beeinflussen.
Du wirst dich jetzt wahrscheinlich fragen, welche die beste Behandlung für Deine Rückenschmerzen sind.
Wie vorher bereits erwähnt, ist eine gute Erstbewertung unerlässlich, um physische, kognitive und soziale Risikofaktoren zu ermitteln und sie zu beseitigen. Zusätzlich ist eine angemessene Aufklärung bezüglich der Problematik wichtig. Der Patient muss über seinen Zustand informiert werden und wissen, was er zu seiner Genesung beitragen kann. Anschließend ist die Durchführung eines spezifischen Übungsprogrammes zur Kräftigung der Muskulatur fundamental. Dadurch wird unter anderem die Bewegungsqualität verbessert und der Rückenbereich wird durch eine Aktivierung der tiefen Bauch- und Rückenmuskulatur stabilisiert.