Arthrose, Artiritis, Osteoporose, Endoprothesen, Chondropathie… all diese Begriffe habt ihr sicher schon gehört; Ärzte sprechen häufig darüber und nicht selten machen uns diese Begriffe Angst. Doch in Wirklichkeit wissen wir meistens nicht, was sie überhaupt bedeuten.
In diesem kurzen Artikel versuche ich ein wenig Klarheit über eine der am meisten verbreiteten chronischen Erkrankungen der modernen Gesellschaft zu schaffen: die Arthrose.
Viele Leser haben sicher schon von Arthrose gehört- sei es aufgrund von persönlicher Erfahrung oder, weil Verwandte oder Bekannte von dieser Erkrankung betroffen sind. An erster Stelle muss jedoch geklärt werden, dass Arthritis und Arthrose zwei verschiedene Erkrankungen sind, die nicht verwechselt werden sollten. Die internationale Gesellschaft für Arthroseforschung definiert die Arthrose als eine Erkrankung, welche die Gelenke (z.B. Knie, Hüfte, Schulter, usw.) betrifft und zu einer Zelldegeneration, Veränderung von Reparatursystemen und Funktionsverlusten führt. Die Rheumatoide Arthritis hingegen ist eine chronische Entzündung, deren Ursache bisher noch ungeklärt ist.
Welche Symptome treten bei Arthrose auf? Erstsymptom sind meistens die Schmerzen, die dann von einer meist morgendlichen Gelenkssteifigkeit, einer Schwächung der Muskulatur und Funktionsverlusten des betroffenen Bereiches gefolgt werden. In vielen Fällen wendet man sich an den behandelnden Arzt, welcher dann Schmerzmittel verschreibt. In der ersten Phase bessern sich die Symptome, doch nach einiger Zeit lässt die Wirkung der Medikamente nach und man entscheidet sich für eine fachärztliche Visite. Zu diesem Zeitpunkt werden Röntgenbilder erstellt und dementsprechend wird über die weitere Behandlung entschieden, welche meist durch Infiltrationen oder durch einen künstlichen Gelenksersatz mittels einer Endoprothese erfolgt. Wir haben in Vergangenheit vielleicht schon davon gehört, doch die Frage, die wir uns stellen müssen, ist, ob all das wirklich notwendig ist. Glücklicherweise ist die Antwort darauf ein klares NEIN!
In den letztem Jahren wurde auf diesem Gebiet viel geforscht und die Behandlung der Arthrose ist nun viel klarer definiert und vor allem weniger invasiv.
Erstens muss gesagt werden, dass die degenerativen Prozesse zu Lasten des Knies vollkommen normal sind und uns nicht erschrecken sollen, denn bei circa 40% der über 40- Jährigen zeigen sich Degenerationen im Röntgenbild- und diese Personen haben keine Schmerzen. Wir können diese strukturellen Veränderungen mit grauen Haaren vergleichen: sie gefallen uns nicht, doch sie müssen nicht unbedingt ein Problem für uns darstellen. Auch die Schmerzen müssen kein Feind sein, sie können auch unser Freund sein. Schmerzen sind unser Allarmsystem, das uns vor Gefahren schützen soll, damit wir etwas ändern und somit unseren Gesundheitszustand verbessern.
Im nächsten Artikel wird auf folgende Themen eingegangen: Behandlung von Arthrose, Diagnose Arthrose – wie kann ich mich verhalten.