Hast Du ein Trauma erlitten und jetzt schmerzt Dein Knie?

Fühlt sich Dein Bein seit einiger Zeit steif, schwach und instabil an?

Dieser Artikel wird Dir dabei helfen, besser zu verstehen wie Du diesem weit verbreiteten Zustand, der Menschen jeden Alters betrifft, entgegentreten kannst.

Die Gründe für Knieschmerzen können verschiedene sein, deshalb kann diese Pathologie in zwei große Kategorien unterteilt werden: traumatische und atraumatische Knieschmerzen.

Zur ersten Kategorie gehören all jene Unfälle, bei denen aufgrund eines großen oder kleinen Traumas eine oder mehrere Strukturen des Knies beeinträchtigt werden. Zu den am häufigsten betroffenen Strukturen gehören Menisken, Bänder, Kapsel und Knochen.

Zur zweiten großen Gruppe von Erkrankungen gehören dagegen all jene Schmerzzustände, für die es keine offensichtliche auslösende Ursache gibt und bei denen die Schmerzen häufig langsam beginnen. Dazu gehören Tendinopathien, degenerative Erkrankungen wie Arthrose sowie rheumatische und entzündliche Erkrankungen.

In diesem ersten Teil werden wir auf traumatische Knieschmerzen eingehen.

Wie bereits im vorhergehenden Absatz erwähnt, können die Strukturen des Kniegelenkes aufgrund eines Traumas wie zum Beispiel einem Sturz beim Skifahren oder einem Zweikampf beim Fußball verletzt werden. Die Verletzung passiert, wenn das auslösende Ereignis besonders gewaltsam ist oder wenn sich das Gelenk in einer ungünstigen Position für die Gewichtsübernahme befindet.

Die bekannteste Läsion ist sicherlich jene des vorderen Kreuzbandes. Diese Verletzung passiert, wenn das Kniegelenk stark von außen einwirkenden Kräften ausgesetzt ist, die die Muskulatur nicht standhalten kann. Die Energie überträgt sich auf das Band welches der Kraft auch nicht standhält und dadurch reißt. In diesem Fall kann die Therapie, je nach Bedürfnissen des Patienten, konservativ oder chirurgisch erfolgen. Tendenziell werden junge Athleten, die Risikosportarten wie Skifahren, Fußball oder Handball betreiben, eher operiert. Personen, die keinen hoch intensiven Sport betreiben werden eher konservativ, das heißt ohne chirurgischen Eingriff, behandelt. In beiden Fällen wird eine intensive, sechs- bis neunmonatige Rehabilitation benötigt. Mit dem spezialisierten Therapeuten wird an der Wiedererlangung der Beweglichkeit, der Kraft und der Stabilität, oft bezogen auf sportartspezifische Funktionen, gearbeitet. Andere traumatische Verletzungen sind Läsionen der Menisken. In diesem Fall ist es notwendig, das Ausmaß und die Art der Verletzung zu bewerten um die geeignete Therapie wählen zu können. Häufig wird die chirurgische Therapie gewählt, wobei der Meniskus am Punkt der Läsion genäht oder teilweise entfernt werden kann. Der Zeitraum der Rehabilitation ist bedeutend kürzer als bei einer Kreuzbandläsion (1-2 Monate bis zur Rückkehr zur sportlichen Aktivität) und wird bei einem ausgebildeten Therapeuten durchgeführt um Komplikationen oder funktionelle Defizite zu vermeiden.

Pathologien, die die knöchernen Strukturen betreffen sind die Luxationen und die Frakturen. In bei-den Fällen ist die instrumentelle Untersuchung unerlässlich, um die Verletzung von Nerven, Gefäßen oder Weichteilen festzustellen Prognose oder Therapie kann hier pauschal keine genannt werden, da jede Läsion unterschiedlich ist und sich deshalb die Behandlung dementsprechend gestaltet. Wichtig ist jedoch, sich nach ärztlicher Therapie an einen Physiotherapeuten zu wenden, der aufgrund seiner Erfahrung in der Lage ist, Dich dabei zu unterstützen leistungsbereit und sicher zu Deiner Sportart zurückzukehren.